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Symptome & Krankheiten

Neurologische Symptome

Lähmungen von Armen- und Beinen durch eine neurologische Erkrankung (z.B. Schlaganfall) oder einen Unfall (z.B. Paraplegie oder Tetraplegie) können zu grossen Einschränkungen der Funktionen des Alltags führen. Die Nahrungsaufnahme, Körperpflege, sich Anziehen, Schreiben oder Stehen und Gehen können teilweise problematisch sein.
Grundsätzlich gilt: Je früher und intensiver die Therapien nach einem Ereignis einsetzen, desto besser die Prognose. Es ist aber nie zu spät, um mit der Therapie zu beginnen. Anhand von Robotik Geräten kann die Intensität der Therapien bis zu einem Faktor 10 erhöht werden.
Durch die Zusammenarbeit der Partner aus Medizin (Rehaklinik Zihlschlacht), der Industrie (Hocoma) und der Wissenschaft (ZHAW) kann Revigo durch innovative, technologie-basierte Lösungen neue Massstäbe in der Rehabilitation setzen und dabei den PatientInnen diese Therapieform im ambulanten Bereich anbieten.

Neurologische Erkrankungen können, begleitend oder unabhängig von Lähmungserscheinungen, zu Störungen der Sensibilität führen, z.B. im Sinne einer Gefühlslosigkeit an Teilen des Gesichts, der Arme oder Beine. Noch viel unangenehmer und einschränkender können sich Schmerzen entwickeln. Die Behandlung von chronischen, neurologischen, also neuropathischen Schmerzen kann sich als sehr hartnäckig erweisen. Die Gabe von Medikamenten sind in einer solchen Situation meistens nur ein Teil einer multidisziplinären Behandlung durch verschiedene Fachrichtungen.
Eine dieser Fachrichtungen ist die Physiotherapie, in welcher mit Hilfe der Robotik diverse Übungen für Geh und Gleichgewichtsstörungen gezielt eingesetzt werden können. Durch das unmittelbare Feedback lernt der Patient seine Position wieder wahrzunehmen.

Als Gegenreaktion des Körpers auf eine Lähmung kann sich eine erhöhte Muskelspannung entwickeln, welche so stark ausgeprägt sein kann, dass sie selbst zum überwiegenden gesundheitlichen Problem werden und den Patienten noch zusätzlich beim Einsatz der Arme und Hände, sowie beim Gehen einschränken.
Eine Verbesserung der Spastik kann durch das regelmässige Training erreicht werden.

Bei einer Erkrankung oder Verletzung des Gehirns können das Denken, die Konzentration, das Gedächtnis und andere kognitive Störungen beeinträchtigt sein. Diese Störungen werden nicht immer vom Patienten selbst bemerkt. Sie können grosse Auswirkungen auf die Bewältigung des Alltags und den Beruf haben.
Durch gezielte intensive Therapien und das Erlernen von Strategien können die Hirnleistungen und die Leistungen in den meisten Fällen relevant verbessert werden.

Schlaganfälle und Gehirnblutungen

Neurologische Erkrankungen können zu einer Schädigung des Gehirns, des Rückenmarks, peripherer Nerven oder der Muskulatur führen. Da alle Aktivitäten des Menschen (Denken, Fühlen, Sehen, Hören, Sprechen, Bewegung oder der Empfang von Sinnesreizen) durch das Nervensystem gesteuert werden, kann eine Schädigung zu einer ganzen Reihe von sehr unterschiedlichen neurologischen Störungen führen, die sehr häufig in Kombination vorkommen.
Die häufigste Ursache von neurologischen Problemen kommt durch Störungen der Durchblutung des zentralen Nervensystems zustande, meistens durch Schlaganfälle oder durch Gehirnblutungen. Diese Ereignisse treten in der Regel plötzlich von einem Moment auf den anderen auf.

Schädenhirntrauma & Querschnittsv.

Im Rahmen von Unfällen kommt es häufig zu Verletzungen der empfindlichen Gehirnstrukturen, dem sog. Schädelhirntrauma oder des Rückenmarks, sog. Querschnittsverletzungen, welche zu schweren Lähmungen der Arme und Beine führen können, welche sich als Tetraplegie (Lähmung der Arme und Beine) oder Paraplegie (Lähmung der Beine) zeigen.

Erkrankungen des Nervensystems

Entzündliche Erkrankungen des Nervensystems, wie zum Beispiel die Multiple Sklerose (MS), Polyneuropathien oder das Guillain-Barré-Syndrom können akut, wiederholt oder mit einem chronischen Fortschreiten auftreten. Zerstörungen des Nervensystems können auch durch gutartige oder bösartige Tumoren entstehen wie z.B. Meningeome, Glioblastome u.a.

Degenerative Nervenerkrankungen

Degenerative Nervenerkrankungen wie z.B. Parkinson, Multisystematrophie (MSA) oder die Amyotrophe Lateralesklerose (ALS) stellen therapeutisch eine besondere Herausforderung dar, da sich ihr Fortschreiten nach heutigem Stand der Wissenschaft noch kaum aufhalten lässt.
Durch intensive, spezialisierte und individuell angepasste Therapien lassen sich bei den allermeisten PatientInnen alltagsrelevante Verbesserungen erzielen, die zu einer Verbesserung der Lebensqualität führen.